Meine Gedichte


Kategorie: Abschied

Gedichte über den Abschied sind meistens traurig. Aber das liegt im Auge des Betrachters. Denn ohne Abschied gäbe es kein Wiedersehen. Diese Gedichtesammlung beinhaltet einige wunderschöne Gedichte zum Abschied. Der Dichter hat sie mit viel Gefühl geschrieben.


Abschied und Wiedersehn


Noch einmal lächelst du, geliebtes Leben,
Voll Licht und Freud, voll Glück und auch voll Lust.
Du nahst dich mir mit glücklichem Bestreben
Und drückst mich liebevoll an deine Brust.
Mir wird, ich weis nicht recht, so eigen
Um`s Herz, und staunend frag ich mich,
Ist nicht der Liebe höchstes Glück das Schweigen,
Das ewig schön erkennet dich?

Du schweigst und hälst mich fest und warm umschlungen.
Es glänzt und wogt dein goldnes Haar im Wind.
Horch, freudig jubeln tausend Engelszungen -
Das Wunder dir zu melden, goldnes Kind!
Es ist schon so, dass dich ein Gott behütet.
Und endlich sich die große Frage löst,
Wenn zauberleicht das ernste Schicksal wütet
Und dich vom Himmel hin zur Hölle stößt.

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Abschied

Worte können gar nicht sagen,
Wie sehr uns`re Herzen klagen,
Wie sehr uns`re Seele weint
Um Dich nun zu dieser Stunde.
Schmerz aus tiefstem Herzensgrunde
Uns, die Trauernden, vereint.

Ach, nicht enden will der Jammer!
Liebe, uns`re Hoffnungsklammer,
Unser Hoffnungslicht in Not
Gibt uns Kraft, das Leid zu tragen,
Gibt uns Mut, danach zu fragen:
"Welchen Sinn gibt dieser Tod?"

Zweifel werden wach und rege.
Wohin führ`n die Schicksalswege,
Warum müssen wir sie gehn?
Warum muß die Unschuld leiden,
Warum sterben vor den Freuden ...
Ach, warum ist es geschehn?

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Ewigkeit

Ewigkeit, du Donnerwort,
E
wigkeit, dein Herz ist Gott.
Deine Schwingen ist sein Geist,
Sein Wort den Weg uns weist.

Am Himmel steht geschrieben:
Menschengeist erforscht dich nie.
Gleich, wenn uns tausend Jahre blieben,
Dein Fels ist hart und zerbricht nie.



Abschied vom Messneramt

Es gibt Tage, die sind nicht zu messen,
Nicht mit Instrumenten uns`rer Zeit.
Solche Tage bleiben unvergessen,
Augenblicke einer Ewigkeit.

Solch` ein Augenblick ist nun gekommen.
Ihn zu deuten, macht mir keine Müh`:
Wer im Alter aus der Pflicht genommen,
Darf wohl fragen, war es nicht zu früh?

Aus dem Amt, aus dem ich heute scheide,
Geh` ich ungern. Ihr wißt auch warum?
Gott zu dienen, war mir eine Freude!
Ich diente Gott in seinem Heiligtum.

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