Meine Gedichte


Kategorie: Die Heimat

Mein Vater war sehr heimatverbunden. Gerne schrieb er Gedichte über die Heimat.


Die Heimat lebt

Zuweilen einsam, wie ein Kind
Im Labyrinth von Träumen,
Sah dieser Tage ich im Wind
Nachtwandelnd unter Bäumen
Den Herbst mit seiner Dämmerung
Trotz heit`rem Sterngefunkel.
In Sphären der Erinnerung
Umballt von Nebeldunkel.

Den Dämmer, der im Dunst verschwomm,
I
n feuchter Luft der Auen,
Der hinter Obststämmen aufglomm
Um in die Nacht zu schauen,
Den Regen, hier vom Weg nicht weit,
Im Kreis und allen Längen
Zu Perlenketten aufgereiht
In Spinnennetzen hängen.

Den Nachtwind spürend, wie er kalt
Vom Blätterdach, den Zweigen
Der Wälder braust mit Sturmgewalt ...
Bracht schaudernd mich zum Schweigen.
Ich schau hinauf zum Himmelszelt.
Die Unruh ist zur Stelle.
Die Gipfel stehen aufgehellt,
Sie sehn des Lichtes Quelle.
....


Tag der Heimat

Wißt Ihr, was wir gerne machen,
Was wir doch am liebsten tun?
Mag die Welt darüber lachen -
Dinge, die uns Freuche machen!
Und danach, was glaubt ihr? Nun:
Uns entspannen, schaffen, ruhn.

Was wir fordern, ist kein Spielen
Soll auch kein Geheimnis sein.
Trotz der Sorgen, ach den vielen ...
Dürfen wir uns glücklich fühlen
In der Heimatsonne Schein,
Dankbar für die Freitheit sein.

In dem lauten Weltgedränge
Kommt der Mensch kaum noch zur Ruh.
Fast erdrückt von bunter Enge,
Hört, der Sonne Lichtgesänge,
Er nicht mehr und noch dazu,
Kaum der Liebe süßes "Du"!
....